Die 7 Chakren

Chakra (Sanskrit, m., चक्र, cakra, [ʧʌkɽʌ]) bezeichnet ein im tantrischen Hinduismus sowie bei einigen anderen esoterischen Lehren das System eines rotierenden (abwechselnd links und rechts), feinstofflichen Energiewirbels an der Vorder- und Rückseite des menschlichen Körpers. Dieser befindet sich entlang eines senkrechten zentralen Energiekanals (Sushumna-Nadi) durch das auch die Kundalini Kraft aufsteigt. Andere alte östliche Traditionen, die sich auf diese Energie konzentrieren sind Pranayama, Qi Gong, Akupunktur und Tai Chi.

Entlang des auf der Wirbelsäule platzierten senkrechten Energiekanals befinden sich sieben verschiedene subtile Hauptenergiezentren (Chakren). Jedes Chakra durchdringt dabei den physischen Körper sowie den feinstofflichen Körpern (der Aura), die in direkter Verbindung zueinander stehen. Die Energiezentren haben die Aufgabe, “beide Körper” mit Lebensenergie zu versorgen (Energieventil) und einen stetigen Informationsaustausch zwischen beiden zu ermöglichen (Kommunikator).

Historische Entwicklung

Es existieren zahlreiche Interpretationen von Bedeutung und Geschichte des Chakrensystems. Gemein haben Sie die Annahme, dass Yoga um die Chakren herum mit dem Ziel geschaffen wurde, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Vor mehr als 2.000 Jahren

Chakren werden erstmals in alten Hindu-Texten, die Veden (älteste geschriebene Tradition Indiens) erwähnt.

200 v. Chr.

Patanjali beschreibt Chakren in den Yoga-Sutras (eine Zusammenstellung von Yoga-Lehren und -Philosophien).

600 n.Chr.

Chakren werden in den Yoga-Upanishaden beschrieben (eine Sammlung von Texten mit einigen der ersten Hindu-, Buddhisten- und Jain-Referenzen).

1919

Chakren werden in die westliche Welt eingeführt. Der Engländer Arthur Avalon beschreibt die Chakren in seinem Buch „The Serpent Power“, einer Übersetzung von Padaka-Pancaka und Sat-Cakra-Nirupana.

1960er

Das Interesse an östlicher Spiritualität und Heilung gewann in der westlichen Welt an Schwung und brachte eine neue, akzeptierende Haltung gegenüber dem Chakrensystem mit sich.

Die sieben Chakren und deren Wirkung

Jedes Chakra besitzen eine bestimmte Bedeutung für Körper, Geist und Seele. Diese Verbindung von Energie, Gedanken, Gefühlen und dem physischen Körper werden auch als „fokussierte energetische Lebenskräfte“ bezeichnet. Chakren sind quasi die Spiegel des körperlichen und geistigen Zustandes. Sie zeigen sehr deutlich, wo jeder Mensch gerade steht, welche Themen und Probleme bei ihm gerade anstehen und welche es zu bewältigen gilt. Man unterscheidet sich folgenden sieben Chakren:

  1. Wurzelchakra (Muladhara)
  2. Sakralchakra (Swadhisthana)
  3. Solarplexuschakra (Manipura)
  4. Herzchakra (Anahata)
  5. Halschakra/Kehlchakra (Vishuddha)
  6. Stirnchakra (Ajna)
  7. Kronenchakra (Sahasrara)

Zuordnung von Blütenblätter und Farben

Jedem Chakra wird darüber eine bestimmte Anzahl von Blütenblättern, Farbe und Edelsteinen zugeordnet. Die Blütenblätter entsprechen den Haupt-Nadis und verfügen über bestimmte Energie. Diese Energie kann durch Bija-Mantras geöffnet und aktiviert werden. Das Wurzelchakra verfügt über vier, das Sakralchakra sechs, das Solarplexuschakra zehn, das Herzchakra zwölf, das Halschakra sechszehn, das Stirnchakra über 2 und das Kronenchakra über fünfzig Blütenblätter.

Chakren sind grundsätzlich farblos, da ihre Schwingungshöhe außerhalb des für das menschliche Auge sichtbaren Spektrums liegt. Deren Frequenzen resonnieren jedoch stark mit den Frequenzen bestimmter Farben im Lichtspektrum. Beim Wurzelchakra ist es die Farbe rot, beim Sakralchakra orange, beim Solarplexuschakra gelb, das Herzchakra ressoniert mit grün, das Halschakra/Kehlchakra blau, das Stirnchakra violet und beim Kronenchakra die Farbe weiß mit violetten Nuance.

Lage und Hauptfokus der Chakren

Wurzelchakra, befindet sich zwischen dem Anus und den Genitalien, das Sakralchakra eine Handbreit unterhalb des Bauchnabels, das Solarplexuschakra in Höhe des Magens, das Herzchakra auf Herzebene, das Halschakra auf Höhe des Kehlkopfes, das Stirnchakra zwischen den Augenbrauen und das Kronenchakra liegt einige Zentimeter über dem Scheitelpunkt des Kopfes.

Die Lage eines jeden Chakra ist nicht zufällig. Die Position bestimmt den Hauptfokus und hat damit eine entsprechende Wirkung auf Körper und Geist. Das Wurzelchakra steht in Verbindung mit dem physischen Körper sowie der physischen Welt und hat die Hauptaufgabe, Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten. Das Sakralchakra steht für die Lebensenergie und hat den Fokus, das sinnliche Erfahren des Lebens zu ermöglichen. Das Solarplexuschakra ist der Ort des eigenen Selbstverständnisses mit dem Hauptfokus, die Entwicklung einer gesunden, kraftvollen Persönlichkeit zu fördern. Das Herzchakra wiederum ist für die Verarbeitung von Liebe zuständig. Die Hauptaufgabe ist das Erreichen bedingungsloser Liebe und Hingabe. Das Halschakra ist die Quelle der eigenen Verständigung und Kommunikationsfähigkeit mit dem Ziel, eine Verbindung mit dem höheren Verstand zu erreichen. Das Stirnchakra ist der Ort des eigenen Bewusstseins und hat den Hauptfokus, sich mit der höheren Intuition zu verbinden. Das Kronenchakra ist Sitz des Einheitsbewusstseins und strebt an, das Menschliche mit dem Göttlichen und dem Kosmischen zu verbinden.

Abstract vector created by Vilmosvarga - Freepik.com

Weitere Charakteristiken

Die gerade nummerierte Chakren sind mit stereotypen weiblichen Qualitäten verbunden, einschließlich Offenheit und Mitgefühl. Die ungeradzahligen Chakren werden mit männlichen Eigenschaften wie Willenskraft und Durchsetzungsvermögen assoziiert.

Harmonisierung der Chakren

Man geht davon aus, dass die Chakren von den eigenen Gedanken, vom Zustand der Chakren anderer Mensche sowie von der Umwelt direkt beeinflusst werden. Während die eigentlichen Chakren unsichtbar sind, befindet sich jedes an einem großen Netz von Arterien, Venen und Nerven entlang der Wirbelsäule, die wiederum verschiedene Teile des Körpers beeinflussen. Wenn die Chakren blockiert werden, entstehen Energieungleichgewichte. Je nach Stärke und auftretende Dauer solch einer Dysbalance, können sich verschiedene physische und psychische Krankheiten akut oder chronisch entwickeln.

Beispiel Ausprägung der einzelnen Chakren

 

Der Zustand des jeweiligen Chakras kann u.a. an dem Grad der Öffnung, Vorhandensein von Blockaden sowie die gegenwärtige Energiestärke bestimmt werden. Alle Chakren sind miteinander verbunden. Bei Unausgewogenheit, Überaktivität sowie teilweise oder komplette Verschlossenheit eines oder mehreren Chakren, können auch die benachbarten Chakren und im schlimmsten Fall das ganze System betroffen sein. Durch spezielle Aktivierung, Öffnung, Reinigung und Heilung der Chakren, mittels der Chakra-Meditation, Einsatz von Heilsteinen etc. können Dysbalancen harmonisiert werden.

Das Öffnen der Chakren und das Ausbalancieren der Energie erfolgt auf verschiedene Arten und mit verschiedenen Schwierigkeiten. Um eine erneute Harmonisierung wieder herzustellen, haben sich folgende drei Schritte bewährt:

  • Schritt 1: Sich grundlegendes Wissen über Chakren und deren Wirkung aneignen.
  • Schritt 2: Herausfinden, wie es “um die Chakren steht”. Welche sind blockiert, welche sind zu stark ausgeprägt?
  • Schritt 3: Priorisierung vornehmen und gezielte Arbeit an den jeweiligen Chakren.

 

Schritt 1: Wissen über Chakren aneignen

Der erste Schritt zum Rebalancieren der Chakren besteht darin, überhaupt zu klären, welche genaue Wirkungen diese auf den gesamten Organismus haben.

 

Schritt 2: Identifizieren, welches Chakra die meiste Hilfe braucht

Frau geht durch das Chakren LabyrinthDer zweite Schritt besteht darin, das Chakra zu identifizieren, an dem du zuerst arbeiten möchtest. Mach dazu den Chakra-Test. Dieser hilft dir, mögliche Bereiche zu identifizieren, auf die du dich konzentrieren solltest.

 

Schritt 3: Gezielte Arbeit am Chakra

Der dritte Schritt ist, die betreffende Energie im Chakra zu aktivieren, das du öffnen und rebalancieren möchtest. Hierbei bieten sich verschiedene Methoden an. Einige werden genau von traditionellen, mit der östlichen Spiritualität verbundenen Gedankenschulen vorgeschrieben.  Andere wiederum sind moderner und etwas flexibler.

Wenn du anfängst, die jeweilige Energie eines im Ungleichgewicht befindenden Chakras zu aktivieren, werden mit aller Wahrscheinlichkeit verschiedene „Themen“ auftauchen. Diese Themen, das zum Schließen des Chakras beitrug, gilt es gezielt zu bearbeiten bzw. aufzulösen.

Grundvoraussetzung für eine ordentliche Verarbeitung egal welches Themas ist Achtsamkeit, ausreichend Ruhe, Momente der Reflexion und Selbstbeobachtung sowie körperliche Aktivität, um die Dinge in Bewegung zu halten.

Grundsätzlich eignen sich folgende körperliche Aktivitäten:

  • Atemübungen
  • Meditation über ein bestimmtes Chakra
  • Klang-Heilungstherapie
  • Introspektion und Selbstbefragung zur Befassung mit den psychologischen und emotionalen Komponenten der Blockade
  • Selbstheilende Techniken (z. B. Massage,“Chakra Verbindungstechnik“)
  • Heilende Sitzung zum Ausgleichen der Chakren

 

Wie du genau an den einzelnen Chakren arbeitest, findest du auf den jeweiligen Chakren-Seiten.

  • Wurzelchakra
  • Sakralchakra
  • Solarplexuschakra
  • Herzchakra
  • Halschakra/Kehlchakra
  • Stirnchakra
  • Kronenchakra
Buttons anzeigen
Buttons verbergen