Zum Yoga brauchst du im Grunde nur eines: eine geeignete Yogamatte. Je nach praktizierten Yogastil eignen sich unterschiedliche Yogamatten besonders gut. Welche Yogamatten zu welchem Yogastil am besten passen, das erfährst du hier.

Mit der richtigen Yogamatte macht Yoga nicht nur besonders viel Spaß. Auch kannst du es sicher praktizieren. Doch gerade bei Yogamatten gibt es große Qualitätsunterschiede. Auch entscheidet der Yogastil maßgeblich darüber, zu welcher Yogamatte du greifen solltest.

 

Auf den Yogastil kommt es an

Wer ernsthaft Yoga betreiben möchte, der kommt um den Kauf einer guten Yogamatte nicht herum. Gerade Yogaeinsteiger unterschätzen oftmals deren Bedeutung einer guten Yogamatte. Doch Yogamatte ist nicht gleich Yogamatte. Es gibt dicke Matten, Reiseyogamatten, Matten aus Schurwolle etc. Die Auswahl ist groß.

Je nach Yogastil eignen sich unterschiedliche Yogamatten besonders gut. Dies macht die Suche nach der geeigneten Matte besonders schwierig. Je nach Yogapraxis hast du spezielle Ansprüche an deine Yogamatte. Sie sollte entweder rutschfest oder weich, dick oder gut transportfähig sein.

 

So findest du die passende Yogamatte

Im folgenden erhältst einen kurzen Überblick über die beliebtesten Yogastile und die dazu am besten passenden Yogamatten.

 

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist eine der bekanntesten und beliebtesten Yogastile. Es ist eine der körperorientiertesten Form des Yogas. Wenn in der westlichen Welt von Yoga gesprochen wird, dann handelt es sich in der Regel um Hatha Yoga oder ein aus ihr weiterentwickelter Yogastil. Im Zentrum steht die korrekte Ausführung der Asanas und der yogischen Atmung (Pranayama).

Zum Hatha Yoga passen eine Vielzahl an Yogamatten und unterschiedlichen Materialien. Es ist ein Yogastil, bei dem viele Yogamatten in Frage kommen. Ob Yogamatten aus Kunststoff, Naturgummi, Lammfell oder Kork – hier hast du eine große Auswahlmöglichkeit. Aus diesem Grund kannst du beruhigt zu einer Allrounder Yogamatte greifen. Solch eine Yogamatte ist beispielsweise die Yogistar Pro, die Jade Harmony Professional und die Manduka black mat PRO.

 

Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga ist eine dynamische Form des Yoga. Ashtanga entwickelte sich aus dem Hatha Yoga heraus. Maßgeblich geprägt wurde dieser Yogastil vom berühmten Yogameister T. Krishnamacharya. Doch anders als beim traditionellen Hatha Yoga bildet die Verbindung der einzelnen Asanas ein zentraler Eckpunkt. Dieser Yogastil ist körperlich anstrengend und du wirst während der Yogapraxis definitiv zum Schwitzen kommen.

Aus diesem Grund solltest du beim Ashtanga Yoga eine rutschfeste Yogamatte mit guter Bodenhaftung wählen. Ashtanga Yogamatten sollten deine Sprünge dämpfen und deine Gelenke schonen. Daher solltest du zu einer eher dickeren Yogamatte mit einer Mindestdicke von 4 mm greifen. Aufgrund der Dynamik mit vielen Streckstellungen sollte die Yogamatte relativ lang sein. Als Faustregel gilt: die eigene Körpergröße + 20 cm.

Yogamatten aus Naturgummi oder TPE erfüllen diese Eigenschaften sehr gut. Für große Menschen gibt es spezielle Long-Yogamatten zu kaufen. Für Ashtanga Yoga sehr gute geeignete Yogamatten sind beispielsweise die Lululemon The Reversible Mat und die Gaiam Athletic 2gripMat. Beide haben eine glatte Oberflächenstruktur und sind in der Anschaffung etwas teurer, sind ihr Geld auf jeden Fall wert.

 

Vinyasa Yoga

Vinyasa Yoga, auch Power Yoga genannt, ist ein ebenfalls recht beliebter Yogastil. Diese Yogaform entstand in den frühen 1980er Jahren in den USA. Es ähnelt auf dem ersten Blick dem Asthanga Yoga. Diese Assoziation geschieht nicht zu unrecht, ist Vinyasa Yoga eine Weiterentwicklung des Asthanga Yogas. Es unterscheidet sich vom Asthanga Yoga im Wesentlichen darin, dass der Fokus bei diesem Yogastil noch mehr auf fließende und dynamische Bewegungen gelegt wird. Ziel ist es, eine einzigartige Körperwahrnehmung zu schaffen, gleichzeitig körperliche Kraft aufzubauen und emotionale Blockaden zu lösen.

Für Vinyasa Yoga eignen sich im Grunde die gleichen Yogamatten wie beim Asthanga Yoga. Eine hohe Rutschfestigkeit und einen sehr guten Grip sind unerlässlich. Durch die körperlich fordernden Bewegungen wird dir schnell warm. Somit brauchst du auf die Dicke der Yogamatte, zumindest was das Fernhalten von Bodenkälte betrifft, dir weniger Gedanken machen.

Wenn du eine glatte Oberflächenstruktur magst, dann solltest du zur Lululemon The Reversible Mat oder Gaiam Athletic 2gripMat greifen. Magst du jedoch mehr Relief, dann lohnt sich ein näherer Blick zu Manduka und Yogistar.

 

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga verbindet die körperliche Form des Yogas mit der spirituellen Praxis. Bei diesem Yogastil wechseln sich dynamische Bewegungen mit ruhigeren Sequenzen ab. Hinzu kommen die regelmäßige Praxis von Pranayama, Meditation, Mantren und Mudras. Kundalini Yoga zielt in erster Linie auf das kreative Potenzial von Menschen ab.

Kundalini Yoga stellt an deiner Yogamatte andere Ansprüche als die eher körperlich orientierten Yogastile wie Ashtanga Yoga und Vinyasa Yoga. Durch den hohen Anteil an ruhigen Bewegungsabläufen steht Rutschfestigkeit und Grip nicht im Vordergrund. Aufgrund vieler Sitz- und Liegesequenzen solltest du daher auf weichere, dickere Yogamatten zurückgreifen. Ideal für Kundalini Yoga sind daher Yogamatten aus Schurwolle. Auch Baumwoll-Yogamatten sind für diesen Yogastil geeignet. Diese sollten jedoch auf eine dickere Yogamatte gelegt werden, sind diese zu dünn, um die Bodenkälte zuverlässig fernzuhalten.

 

Was tun, wenn du dich noch nicht für ein speziellen Yogastil entschieden hast?

Wenn du gerade erst am Anfang deiner Entdeckungsreise beim Yoga bist und du noch gar nicht weißt, welcher Yogastil deiner ist, dann greife zu einer Allrounder Yogamatte wie beispielsweise die Yogistar Pro, die Jade Harmony Professional oder die Manduka black mat PRO. Hier kannst du beim Yogaeinstieg nicht viel falsch machen.

Generell gilt: Bei körperlich anstrengende Yogastile solltest du auf eine Yogamatte zurückgreifen, die rutschfest ist und eine gute Bodenhaftung aufweist. Bei etwas ruhigeren Yogastile sollte deine Yogamatte eher weich und dicker sein. Meide in jedem Fall billigere Yogamatten. Diese können unter Umständen eine gesundheitsschädigende Wirkung haben. Nähere Auskünfte zu den verwendeten Materialien erhältst du bei den Herstellern selber.