Die Yogamatte ist Dreh- und Angelpunkt deiner Yogapraxis. Mach dir vor dem Kauf intensive Gedanken und kaufe nicht blind die erst beste Matte. Eine gute Yogamatte kann den Unterschied machen. Besonders wenn du Yoga fest in deinen Alltag integrieren möchtest, empfehlen wir dir, dich ausführlich mit dem Thema Yogamatte zu beschäftigen.

Ob du eher ruhiges Yoga bevorzugst oder mehr körperlich fordernde Stile wie Ashtanga Yoga praktizierst – greife immer zu einer hochwertigen Yogamatte, ohne Ausnahme. Gerade Yogaeinsteiger können sich schnell überfordert fühlen – so groß ist das Angebot. Selbst für fortgeschrittene Yogis ist es nicht immer leicht, die richtige Matte für sich zu finden.

Doch was macht eigentlich eine hochwertige Yogamatte aus? Welche Eigenschaften sollte diese aufweisen? Und warum reicht keine billige Übungsmatte aus dem Discounter? Wir geben Antwort.

 

Die 5 wichtigsten Eigenschaften einer hochwertigen Yogamatte

Rutschfestigkeit

Safety first. Rutschfestigkeit stellt eine der wichtigsten Eigenschaften dar, die eine Yogamatte, unabhängig von einem Einsteiger- oder Fortgeschrittenenmodell, mitbringen sollte. Je körperlich fördernder der praktizierte Yogastil, desto wichtiger ist für dich das Kriterium Rutschfestigkeit.

Deine Yogamatte muss so kompiziert sein, dass sie deine Hände und Füße selbst bei schweißtreibenden Yogaübungen sicheren Halt gibt. Gerade bei Übungen, bei dem deine Hände den Großteil des Gewichtes tragen, wie beispielsweise beim herabschauenden Hund (adho mukha svanasana), ist die Gefahr des Wegruschtens groß.

Eine gute Yogamatte wirkt dem entgegen. Sie sorgt dafür, dass du dynamische Yogaübungen sicher ausführen kannst. Rutschst du dagegen beim Praktizieren hin und her, dann steigt das Verletzungsrisiko deutlich an. Gerade Einsteiger mit relativ wenig Erfahrung können zu Beginn schlecht einschätzen, wie ihr Körper bei der Ausübung der verschiedenen Asanas reagiert. Gehe kein Risiko ein.

 

Dämpfung bei gleichzeitiger Standfestigkeit

Neben der Rutschfestigkeit stellt das Dämpfungsvermögen eines der wichtigen Kriterium dar. Insbesondere empfindliche Yogis und Yogaeinsteiger sollten auf eine gut gedämpfte Yogamatte achten. Aufgrund der guten Polsterung werden einerseits Knie- und Handgelenkschmerzen verhindert und andererseits Stürze abgefedert.

Hochwertige Yogamatten passen sich deiner Körperform flexibel an, ohne dass du bei den Asanas einsinkst und damit die Standfestigkeit verlierst. Entscheidend ist, dass du eine gute Verbindung zum Boden hast. Dies mag für dich zunächst wie ein Widerspruch erscheinen – gute Polsterung bei gleichzeitiger Verbindung zum Boden – doch beides – Dämpfung und Standfestigkeit – wird durch eine hohe Materialdichte erreicht.

Gängige Yogamatten sind etwa drei bis vier Millimeter dick. Empfindliche Yogis sollten zu einer Yogamatte mit einer Dicke zwischen fünf und acht Millimetern greifen. Zum Vergleich: Reiseyogamatten sind im Durchschnitt nur ein Millimeter dick.

 

Schadstofffrei

Schadstofffreiheit ist die wichtigste Eigenschaft, die eine Yogamatte mitbringen muss. Du wirst viel Zeit auf deiner Yogamatte verbringen. Deine Hände und Füße werden mit dieser ständig in Kontakt sein.

Achte beim Kauf unbedingt darauf, dass deine neue Matte aus gesundheitlich unbedenklichem und umweltfreundlichem Material hergestellt ist. Einige, in der Regel billige, minderwertige  Yogamatten sind mit krebserregenden Weichmachern und Nitrosamine behandelt. Auch enthalten viele Formanide.

Brich nicht in Panik aus, wenn deine neue Yogamatte zu Beginn riecht. Dies ist kein erkennbares Zeichen für gesundheitsschädigende Matten, sondern je nach verarbeitetem Material normal. Nach wenigen Wochen sollte der Geruch verschwunden sein. Ist dies nicht der Fall, dann solltest du, wenn nicht bereits vor dem Kauf geschehen, einen genaueren Blick auf die verarbeiteten Materialien werfen.

Bei Yogamatten, die mit dem OEKO-TEX® Standard 100 ausgezeichnet sind, bist du auf der sicheren Seite. Das unabhängige Prüf- und Zertifizierungssystem untersuchte die betreffende Matte auf schädliche Inhaltsstoffe und deklarierte diese mit der Produktklasse 1 (auch Babystandard genannt). Bei dieser Produktklasse kannst du dir sicher sein, dass sämtliche verarbeitete Materialien keine schädlichen Inhaltsstoffe enthalten.

 

Pflegeleichtigkeit

Beim Yoga kommst du ins Schwitzen. Gute Yogamatten absorbieren deinen Schweiß und vermeiden, dass sich Bakterien darauf vermehren. Je mehr du schwitzt und je öfter du praktizierst, desto regelmäßiger solltest du deine Yogamatte reinigen.

Je nach Beschaffenheit deiner Yogamatte reicht ein Abwischen mit dem feuchten Lappen in den meisten Fällen aus. Yogamatten aus Schurwolle oder Lammfell bedürfen dagegen eine aufwendigere Reinigung.

Für reinigungsintensive Matten gibt es spezielle Hygienereiniger bzw. Yogamatten-Spray zu kaufen bzw. kannst du selber herstellen. Unter gewissen Bedingungen kannst du sie auch in der Waschmaschine waschen. Und hier ein weiterer Grund, warum du diese regelmäßig reinigen solltest: Je sauberer deine Yogamatte, desto rutschfester ist sie.

 

Langlebigkeit

An deiner Yogamatte möchtest du lange Freude haben. Aus diesem Grund sollte deine Yogamatte robust sein und Abrollbewegungen auf Dauer Stand halten. Die Lebensdauer wird im Wesentlichen durch zwei Kriterien beeinflusst: Nutzungsverhalten und Qualität des verarbeiteten Materials. Nutze deine Yogamatte auch nur zum Yoga. Schuhe haben darauf nichts zu suchen. Unsachgemäßes Zusammenrollen der Matte sorgt ebenfalls dafür, dass sie schneller kaputt geht.

Neben dem Nutzungsverhalten ist die Qualität des verarbeiteten Material entscheidend für die Lebensdauer. Billige Materialien zerfallen bereits nach wenigen Wochen oder Monate. Gerade bei minderwertigen Yogamatten aus Kunststoff kannst du den Zerfall sehr gut beobachten.

 

Diese Eigenschaften muss eine Yogamatte in jeden Fall erfüllen

Bedenke, dass kaum eine Yogamatte alle diese Eigenschaften gleichermaßen erfüllen kann. Daher solltest du vor dem Kauf genau überlegen, welche Ansprüche du an deine neue Yogamatte stellst bzw. wie dein Nutzungsverhalten aussieht. Praktizierst du körperlich anstrengendes Yoga, dann kommst du bei der Yogamatte nicht um die Eigenschaften Rutschfestigkeit, Standfestigkeit und Langlebigkeit herum. Speziell Yogaeinsteiger sollten vor allem auf Rutschfestigkeit und Dämpfung setzen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Unabhängig von der Nutzungsintensität sollte deine neue Yogamatte immer folgende zwei Eigenschaften erfüllen: Schadstofffrei und Pflegeleichtigkeit. Achte darauf, dass deine neue Yogamatte aus gesundheitlich unbedenklichen Materialien hergestellt ist. Auch je schwerer deine Yogamatte zu reinigen ist, desto leichter können sich Bakterien in ihr vermehren und bei dir unter Umständen Gesundheitsprobleme auslösen. Denke immer daran: Yoga soll dir nicht nur Spaß machen, sondern dir auch zu jeder Zeit gut tun.