Für jeden etwas dabei: Die große Welt der Yogastile

Das eine Yoga gibt es nicht. Yoga ist vielfältig und wird permanent weiterentwickelt. Heute existieren über 130 geschützte Yogastile mit teilweise recht unterschiedlichem Charakter. Insbesondere Yogaeinsteiger tun sich schwer, hier den Überblick zu behalten.

In den unterschiedlichen Regionen der Welt finden verschiedene Yogaformen Anklang. Während im Himalaya und Indien insbesondere die spirituelle Praxis im Vordergrund steht, bevorzugen die Yogis in der westlichen Hemisphäre vor allem körperlich orientierte Yogastile. Neben populären Formen wie Hatha Yoga, Ashtanga Yoga und Vinyasa Yoga gibt es zahlreiche unbekanntere Yogaarten, darunter Raja Yoga, Kripalu Yoga und Nada Yoga.

So verschieden die einzelnen Yogastile im Detail auch sind, so entspringen sie alle der gleichen Quelle: dem Hatha Yoga. Unabhängig davon, welcher Yogastil praktiziert wird, so beinhalten dieser stets bestimmte Elemente. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Praktiken von Yogis modifiziert und setzten unterschiedliche Schwerpunkte.

Die Wandlungsfähigkeit und Kreativität des Yoga ist gleichzeitig eine der Stärken. Durch die Vielfalt und das ständige Hinzukommen weiterer Yogaformen kann jeder seinen eigenen Zugang zum Yoga finden und den passendsten Stil herauspicken. Yoga ist vor allem eine Frage der eigenen Persönlichkeit. Um den für sich geeigneten Yogastil herauszufinden, sollten verschiedene Formen ausprobiert werden. Durch die Vielzahl an Yogaschulen und –lehrern können (angehende) Yogis ausgiebig und unter fachmännischer Anleitung die verschiedenen Yogastile ausprobieren.

Hatha Yoga gehört zu den bekanntesten Yogastilen und bildet den Ursprung von zahlreichen weiteren Arten. Es ist ideal, um Yoga kennenzulernen und von Grund auf zu lernen.

Ashtanga Yoga steht für Kraft und Athletik. Dieser Yogastil beinhaltet sehr fordernde, dynamische Übungsreihen und ist insbesondere für Praktizierende ideal, die ihren Fokus vor allem auf Körperarbeit legen wollen und Kondition aufbauen möchten.

Beim Vinyasa Yoga stehen Bewegung und Rhythmus im Vordergrund. Ziel ist es, durch die gezielte Verbindung von einzelnen Asanas eine körperliche Hitze auszulösen, die die Muskeln geschmeidig machen lässt.

Kundalini Yoga findet von den meditativ orientierten Yogastilen in der westlichen Welt aktuell den meisten Anklang. Als umfassende Yogapraxis ist diese Form ideal für die Yogis geeignet, die tiefer in die tantrische Praxis eintauchen wollen und bereit sind viel Disziplin aufzubringen.