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Ashtanga Yoga liegt im Trend und gehört aktuell zu den beliebtesten Yogastilen in der westlichen Hemisphäre.

 

Herkunft

Obwohl Asthange Yoga erst in den letzten Jahren einen großen Boom erfahren hat, ist es eine relativ alte Yogaform. Die genaue Entstehungsgeschichte ist nicht eindeutig zu rekonstruieren. Als ältestes schriftliches Erzeugnis wird das „Yoga Korunter“, ein von Vamana Rishi auf Palmenblätter geschriebenes Manuskript, anerkannt. Als Ursprungsort gilt die südindischen Stadt Mysore.

Das heute in Amerika und Europa so populäre Ashtanga Yoga ist maßgeblich geprägt durch Sri K. Pattabhi Jois. Die von ihm in den 1960er Jahren in die westliche Welt getragene Yogaform zählt zu den ausgefeilsten, jedoch auch schwierigste Form des Hatha Yogas. Jois selber bezeichnet diesen Yogastil als „99 Prozent Praxis und 1 Prozent Theorie“. Zahlreiche jüngere und dynamische Yogastile wie Vinyasa, Flow und Power Yoga haben sich aus dem Ashtanga Yoga entwickelt.

Ziele

Ashtanga Yoga zielt darauf ab, die eigenen körperlichen und geistigen Grenzen zu überwinden. Konkret sind folgende positive Effekte zu nennen:

  • Stärkung der gesamten Körpermitte
  • Körperstraffung
  • Muskelaufbau
  • Schulung von Balance, Disziplin und Konzentration
  • Linderung von körperlichen Leiden und Krankheiten
  • Lösen von geistigen Blockaden
  • Erreichen einer inneren Ruhe und Gewinnung von Selbstsicherheit

Charakteristika

Die traditionelle Unterrichtsform ist der Mysore Style, benannt nach dem Herkunftsort. Mysore Style bedeutet, dass jeder Yogi innerhalb des Übungssystems nach seinen Möglichkeiten praktiziert. Darüber hinaus gibt es noch andere Stile, die jedoch weitaus weniger populär sind.

Ashtanga bedeutet übersetzt „acht Glieder“ und beinhaltet folgende Elemente:

  • Yama (Moralkodex)
  • Niyama (Selbstreinigung und Studium)
  • Asana (Haltungen)
  • Pranayama (kontrollierte Atmung)
  • Pratyahara (die Kontrolle der Sinne)
  • Dharana (Konzentration)
  • Dhyana (Meditation)
  • Samadhi (absolute Ruhe)

In der westlichen Tradition wird meist nur die beiden Prinzipien Asana und Pranayama gelehrt. Ashtanga Yoga ist geprägt von dynamischen und körperlich anspruchsvollen Asanas und gehört zu den atheistischeren Yogastilen. Die Asanas werden schnell hintereinander ausgeführt. Hierdurch kommst du nicht nur ordentlich ins Schwitzen, sondern auch eine Art Flowzustand. Konkurrenzdenken ist wie bei jeder Yogaform auch hier fremd. Charakteristisch für Ashtanga Yoga sind sechs feste Übungsreihen. Eine Übungsreihe sieht keine spontanen Veränderungen vor, sondern beinhaltet stets die gleiche Abfolge von Asanas. Folgende Übungsreihen werden unterrichtet:

  • Sonnengruß 1: Surya Namaskara A
  • Sonnengruß 2: Surya Namaskara B
  • Erste Serie: Yoga Chikitsa
  • Zweite Serie: Nadi Shodhana
  • Dritte Serie: Sthira Bhaga
  • Abschlusssequenz

Für wen ist Ashtanga Yoga geeignet?

Ashtanga Yoga ist anspruchsvoll und für Yogaeinsteiger nur bedingt zu empfehlen. Wenn du aktuell die ersten Schritte ins Yoga machst, dann solltest du zunächst mit Hatha Yoga beginnen. Mit einer gewissen Erfahrung findest du dich dann auch in Ashtanga Klassen gut aufgehoben.

Beim Einstieg ins Ashtanga Yoga beginnst du mit einem kurzen Bewegungsablauf. Mit zunehmender Praxis werden neue Details und Asanas hinzugefügt. Stück für Stück wird die Übungsreihe anspruchsvoller und komplexer. Aufgrund dieser Vorgehensweise können sich auch fortgeschrittene Einsteiger an diesen Yogastil heranwagen. Als Ashtanga Neuling solltest du die Übungen nicht alleine praktizieren. Falsch ausgeführt, können dir die Asanas eher schaden. Hier sollte dich ein zertifizierte Ashtanga Yogalehrer begleiten.