Hatha Yoga gehört zu den bekanntesten und populärsten Yogastilen der Welt.

 

Herkunft

Das Wort „Hatha“ setzt sich aus den beiden Worten „Ha“ (Sonne) und „Tha“ (Mond) zusammen. Hatha Yoga steht für die Ausbalancierung dieser beiden komischen Gegenpole. Sonne und Mond sind die beiden Elemente, die das gesamte Leben auf der Erde am meisten beeinflusst.

„Hatha“ kann ebenfalls mit „Anstrengung“ und „Hartnäckigkeit“ übersetzt werden. Der Yogi übernimmt durch die aktive Yogapraxis die Verantwortung für sich und sein Handeln gegenüber andere.

Hatha Yoga gehört zu den ältesten Yogastilen. Entwickelt wurde er wahrscheinlich im 6. und 7. Jahrhundert durch den indischen Gelehrten Matsyendra sowie seinem Schüler Goraksha. Mit dem Verfassen der Hauptpradipika durch Swatmarama im 14. Jahrhundert werden die Asanas, Atemübungen und Wirkungen erstmals genau beschrieben.

Ziele

Im Hatha Yoga wird der eigene Körper als Tempel für die Seele bezeichnet. Diesen so gut wie es geht zu stärken, ist ein wesentliches Ziel. Dem Hatha Yoga werden folgende positive Effekte zugesprochen:

  • Vorbeugung von verschiedenen Krankheiten, darunter Herzerkrankungen, Diabetes, Multiple Sklerose, Asthma und Venenerkrankungen
  • Stärkung des gesamten Bewegungsapparats
  • Therapie und Heilmethode in Form von körperorientierten Psychotherapie
  • Mittel zur Stressvorbeugung sowie Stress- und Angstabbau
  • Mittel zur Erweckung von parapsychologischen Fähigkeiten
  • Schulung der eigenen spirituellen Disziplin

Kurz gesagt: Regelmäßig praktiziertes Hatha Yoga führt zur ganzheitlichen Stärkung von Körper und Geist. Du führst dich körperlich stärker und geistlich frischer und ausgeglichener. Neben der Verringerung und Vorbeugung von Körperleiden vermag dieser Yogastil eine emotionale Heilung. Diese positiven Effekte werden vor allem durch die kontrolliert ausgeführte Körperarbeit in Verbindung mit bewusster Atmung erreicht.

Charakteristika

Hatha Yoga beinhaltet verschiedene Hauptpraktiken. Diese sind:

  • Asanas (Yoga Stellungen)
  • Pranayama (Atemübungen)
  • Shavasana (Tiefenentspannung)
  • Richtige Ernährung
  • Meditation

Hatha Yoga gilt auch als körperorientierte und praktische Teil des Yogas. Während einer Yogastunde werden vor allem verschiedene Yoga Stellungen als auch Atemübungen durchgeführt. Je nach Lehrer finden auch andere der Hauptpraktiken Anwendung.

Bei dieser Disziplin finden alle Arten von Yogaübungen Anwendung: liegende, sitzende und stehende Asanas. Insgesamt umfasst Hatha Yoga 84 Asanas. Typische Übungen sind:

  • Bergstellung (Tadasana)
  • stehende Vorbeuge (Uttanasana)
  • herabschauender Hund (adho mukha svanasana)
  • Brett (Chaturanga Dandasana)

Die beim Hatha Yoga durchgeführten Asanas sind von ihrem Charakter her entspannend und langsam ausgeführt. Je nach Fortgeschrittenengrad des Yogis werden die einzelnen Asanas in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgeführt.

Für wen ist Hatha Yoga geeignet?

Hatha Yoga ist für dich als Anfänger ideal. Die langsam ausgeführten Übungen sind besonders für Einsteiger, um Yoga und seine positiven Effekte kennenzulernen. Aber auch für fortgeschrittene Yogis ist dieser Yogastil eine gute Wahl, da die Übungen nach Bedarf an die eigene körperliche Fitness angepasst werden können.