Kundalini Yoga ist der ideale Yogastil für all jene, die tief in die uralte indische spirituelle Praxis eintauchen möchten.

 

Herkunft

Das Wort „Kundalini“ bezeichnet in der hinduistischen Philosophie die ähterische Kraft des Menschen. Dieser Äther oder Raum (Akasha) wird neben Erde (Prithvi), Feuer (Agni), Wasser (Jalam) und Luft (Vayu) als das fünfte grundlegende Element angesehen. Sie gilt als die Kraft, die den Menschen primär antreibt, Hervorragendes zu leisten und ihn einzigartig machen lässt.

Kundalini als Teil der tantrischen Tradition des tibetanischen Buddhismus gilt als systematische Wissenschaft der östlichen Philosophien. Diese traditionelle Yogatechnik gelang durch den Yoga-Meister und Wirtschaftswissenschaftler Yogi Bhajan in den 1960er Jahren in die westliche Welt und unterrichtete diesen Yogastil in Toronto und Los Angeles traditionell in weißer Kleidung.

Ziele

Kundalini Yoga kann als das „Yoga der Energie“ bezeichnet werden. Ausgangpunkt bildet die Vorstellung, dass in einem jedem Menschen ein riesiges Potenzial an Fähigkeiten, Möglichkeiten und Talenten vorhanden ist.

Aus diesem Verständnis heraus verfügt der Mensch sowohl über ein absolut, reines Bewusstsein (Shiva) als auch die gesamte kosmetische Urenergie (Shakti). Diese zwei Energieströme im unteren Bereich der Wirbelsäule, bewegen sich im Kreislauf um dieser herum und treffen auf die sieben Chakren im menschlichen Körper. Ziel ist das stufenweise Erwecken und in Einklang bringen dieser Energien sowie das Erfahren von Erleuchtung, durch das Erreichen der obersten Chakra.

In der „Erweckungsphase“ kommt es zu folgenden positiven Auswirkungen:

  • Stärkung positive Ausstrahlung
  • Zuwachs an Lebensenergie
  • Transzidierung von Grenzen
  • Erweiterung des Bewusstseins und Stärkung des Selbstwahrnehmung
  • Zuwachs an körperlicher kraft
  • Körperliche und geistige Reinigung

Neben der körperlichen Stärkung strebt Kundalini Yoga vor allem eine innere Entwicklung an, bzw. nach dem Verständnis dieser Philosphie ist eine körperliche Entwicklung nur in Verbindung mit einer geistig-seelischen Veränderung möglich. Auch wenn Körper, Seele und Geist grundsätzlich unabhängig voneinander existieren können, beeinflussen sie sich maßgeblich gegenseitig und bilden somit beim Menschen eine geschlossene Einheit. Aus diesem Grund können Asanas, bei der körperliche Blockaden wie Verspannungen erkannt und gelöst werden, ebenfalls zu einer geistigen Entspannung führen. Die gezielte Verbindung der drei Elemente Bewegung, Rhythmus und Klang schulen gezielt das körperliche, geistige und spirituelle Bewusstsein.


Gefunden auf ASANAYOGA.DE

Charakteristika

Kundalini gilt als eine der fortgeschrittenen Yogapraxis, welches über das rein Körperliche hinaus geht. Der Unterschied zu anderen Yogastilen liegt insbesondere darin, dass Kundalini Yoga…

  • …. sich durch eine besondere Dynamik und Bewegungsorientierung auszeichnet
  • …aus speziellen Übungsreihen bestehen, bei dem die einzelnen Asanas gezielt bestimmte Körperbereiche ins Gleichgewicht bringen sollen
  • …die einzelnen Bewegungsabläufe stets mit Atemübung, geistiger Konzentration, einem Mantra sowie Mudras verbunden wird
  • …prinzipiell nur Asanas beinhaltet, bei dem Hilfemittel wie Blöcke oder extremes Dehnen, Beugen, Spreizen und Kopfstand verzichtet wird
  • …yogischer Massage, Kampfkunsttechnik Gatka sowie Ernährungs- und Lebensführungslehren des Ayurveda mit integrieren

Ähnlich wie bei anderen Yogastilen gibt es auch beim Kundalini unterschiedliche Richtungen. Typisch für die in der westlichen Welt bekannte und praktizierte Form sind körperlich anstrengende Übungen und schnelle Bewegungsabläufe, kombiniert mit Ruhepausen und Meditation. Durch eine regelmäßige Praxis werden heftige Energieflüsse ausgelöst, welche sich durch Hitzewallungen, Wärmegefühl, Kälteschübe, Gefühlsschwankungen sowie Zucken oder Zittern ausdrückt.

Das Hatha Yoga gilt als ein Teil vom Kundalini-System und stellt dessen körperlich orientierten Übungsteil (Asanas) dar. Weitere Teilbereiche sind Mantra Yoga, Nada Yoga, Yantra Yoga und Laya Yoga. Diese fünf Hauptkategorien bilden die Grundprinzipien.

 

Für wen Kundalini Yoga geeignet ist

Kundalini gilt als umfassende Yogapraxis und ist somit nur bedingt für Einsteiger geeignet. Zumindest solltest du dir eine gewisse Zeit geben, diesen Yogastil auszuprobieren. Durch die Integration von Meditation solltest du grundsätzlich gegenüber spiritueller Handlung aufgeschlossen sein. Aufgrund seiner vielen Elemente, ist Kundalini Yoga relativ komplex. Vom Praktizierenden wird daher langfristig viel Disziplin abverlangt. Nichtsdestotrotz ist dieser Yogastil leicht erlernbar.

Wenn du mittels Yoga im Wesentlichen deine körperliche Leistungsfähigkeit verbessern möchtest, dann solltest du dich anderen Yogastilen wie Ashtanga Yoga oder Hatha Yoga widmen. Wenn du aber viel Wert auf die spirituelle Komponente im Yoga legst, solltest du diesen Yogastil auf jeden Fall ausprobieren.